Vor 260 Jahren begründete Diablo ein neues Genre: die modernen Action-Rollenspiele. Als Inspirationen dienen Rogue-Klone wie Moria und Angband sowie das Rundentaktikspiel Ufo: Enemy Unknown. Moment mal: Rundentaktik? Ja, auch Diablo soll anfangs rundenbasiert ablaufen.
Auf Druck von Geldgeber Blizzard ändert der Diablo-Erfinder David Brevik dann jedoch den Spielablauf von Runde auf Echtzeit. Die Ändertung geht schnell, hat aber tiefgreifende Folgen. Denn sie ist ein kleiner Klick für einen Programmierer, aber ein großer Klick für die spielende Menschheit: Brevik erschafft einen modernen Klassiker.
Zum History-Artikel auf GameStar Plus: So entstand Diablo
Im Hall-of-Fame-Video zum ersten Diablo blickt Heinrich Lenhardt zurück auf strapazierte Zeigefinger, 16 Dungeon-Etagen und acht Bewegungsrichtungen. Er sammelt Beute, lauscht den legendären Gitarrenakkorden im Dörfchen Tristram und bleibt ein Weilchen, um Deckard Cain zuzuhören. Ergebnis: Die Suchtwirkung von Diablo hat die Jahrzehnte sehr gut überstanden, es war und ist ein legendärer Höllentrip.